Diese Seite enthält Amazon-Affiliate-Links. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen – für dich ändert sich der Preis nicht. Mehr dazu
Seit den verschärften ICAO-Vorgaben vom März erreichen uns kurz vor der Reisesaison auffällig viele Fragen: Darf die Powerbank überhaupt noch mit ins Handgepäck, und wenn ja, bis zu welcher Kapazität? Die Kurzantwort lautet meistens Ja – aber nur, wenn du weißt, worauf es ankommt.
Die Wattstunden-Grenze, auf die es wirklich ankommt
Nicht die mAh-Zahl auf der Verpackung ist für die Fluggesellschaft entscheidend, sondern die Wattstundenzahl (Wh). Bis 100 Wh darfst du eine Powerbank ohne Rücksprache mit der Airline mitnehmen. Zwischen 100 und 160 Wh brauchst du vorab eine Freigabe der Fluggesellschaft. Alles darüber ist grundsätzlich verboten, unabhängig vom Gepäckstück.
mAh in Wattstunden umrechnen: So geht’s
Auf dem Gehäuse steht fast immer nur die mAh-Zahl, nicht die Wattstunden – die musst du selbst kurz umrechnen. Die Formel: Wh = (Nennspannung in V × Kapazität in mAh) ÷ 1000. Die Nennspannung liegt bei den meisten Powerbank-Zellen bei 3,7 Volt.
Ein Rechenbeispiel mit unserer eigenen VoltCore 20.000 mAh Powerbank: 3,7 V × 20.000 mAh ÷ 1000 ergibt rund 74 Wh – deutlich unter der 100-Wh-Grenze und damit ohne Rücksprache mit der Airline flugtauglich. Wer unsicher ist, findet die genaue Wattstundenangabe häufig zusätzlich klein aufgedruckt auf der Rückseite der Powerbank.
Nur ins Handgepäck, niemals ins Aufgabegepäck
Powerbanks gehören ausschließlich ins Handgepäck. Diese Regel gilt unabhängig von der Kapazität und wird an vielen Sicherheitskontrollen inzwischen gezielt abgefragt. Der Grund ist der gleiche wie bei anderen Lithium-Akkus: Im Frachtraum lässt sich ein möglicher Zellenbrand im Ernstfall deutlich schwerer erkennen und bekämpfen als in der Kabine.
Was sich seit dem 27. März 2026 geändert hat
Seit diesem Datum gilt für alle 193 ICAO-Mitgliedsstaaten eine strengere Vorgabe: Powerbanks dürfen während des Flugs nicht mehr über die USB-Anschlüsse oder Steckdosen am Sitz aufgeladen werden. Einige Airlines gehen inzwischen noch weiter und untersagen grundsätzlich das Laden von Smartphone oder Tablet über eine mitgeführte Powerbank während des Fluges. Diese zusätzlichen Einschränkungen legt jede Fluggesellschaft aktuell noch selbst fest – ein Blick in die Beförderungsbedingungen vor Abflug lohnt sich deshalb zusätzlich zu den ICAO-Basisregeln.
Was wir Kunden vor dem Abflug empfehlen
Wattstundenzahl vorher ausrechnen oder auf der Powerbank nachsehen, die Powerbank ausschließlich im Handgepäck verstauen, und bei der jeweiligen Airline direkt nachschauen, ob es über die ICAO-Basisregeln hinaus eigene Einschränkungen gibt – gerade bei Nicht-EU-Airlines unterscheidet sich das teils spürbar.
Unsere Einschätzung
Für die meisten Reisenden ändert sich praktisch nichts: Eine Powerbank mit haushaltsüblicher Kapazität von 10.000 bis 20.000 mAh liegt mit rund 37 bis 74 Wh sicher unter der 100-Wh-Grenze und darf weiterhin problemlos mit ins Handgepäck. Wer regelmäßig fliegt, sollte sich trotzdem einmal die neue Regel zum Laden während des Flugs einprägen – die wird an Bord inzwischen spürbar konsequenter durchgesetzt als noch vor einem Jahr.
Erwähnte Produkte aus diesem Beitrag
VoltCore 20.000 mAh Powerbank
Lädt ein Smartphone vier- bis fünfmal voll, bevor sie selbst wieder ans Kabel muss.
Das könnte dich auch interessieren
Alle Beiträge in dieser KategorieGaN-Ladegeräte: Vorteile im Praxistest
GaN-Ladegerät kaufen? Was hinter der Technik steckt, die inzwischen fast jedes moderne Ladegerät bewirbt – unser Praxistest, und wann sich der Umstieg wirklich lohnt.
Powerbank kaufen: Wie viel mAh brauchst du?
Powerbank kaufen: mAh, Watt und reale Ladezyklen einfach erklärt, inklusive Praxistest – damit die Kapazität zu deinem Nutzungsverhalten passt statt nur aufs Papier zu beeindrucken.